Spermidin-reicher Eintopf

Vor über einem Jahr habe ich einen Kollegen im Labor geholfen Fotos von Spermidin-reichen Lebensmitteln zu machen. Nach getaner Arbeit habe ich dann einfach alles geschnitten, in einem Topf gegeben und für die beteiligten „Fotografen“ einen guten Eintopf draus gekocht.

Spermidin-reiche Lebensmittel
(Vollkornbrot, Hartkäse, Weizenkeim, Pilze, Soja, Bohnen, Erbsen, Brokkoli, Erdäpfel, Äpfel, Samen&Nüsse)

Beim Essen kam uns dann die Erkenntnis, dass dieser Eintopf (ausschließlich hergestellt aus Zutaten mit hohem Spermidin-Gehalt) das ultimative Spermidin-reiche Gericht sei und es wurde gleich das Internet befragt, ob es denn schon Spermidin-reiche Gerichte bzw. –Rezepte gäbe. Gab es zu diesem Zeitpunkt noch keine.

Das Interesse was man denn nun essen soll, wenn man sich Spermidin-reich ernähren möchte –wussten wir aus zahlreichen Gesprächen mit Bekannten oder Journalisten- bestand und besteht noch immer.

Mein Interesse an Essen, Kochen, Food bloggen, der Wissenschaft und der gerade in den letzten Jahren belieben „science to public“ (Wissenschaft für alle erklärt) Bewegung …und dieser Eintopf lies in mir die Idee keimen, selbst einen Food Blog mit Spermidin-reichen Rezeptideen zu machen.

„Science to table“

„Wissenschaft auf den Tisch“

Wir zeigen euch hier heute 2 Eintöpfe: einen „Ruck-Zuck-Eintopf“, den man in 30 Minuten fertig hat und fast dem „historischen Original“ meiner Geschichte entspricht 😉 und einen „Slow-food Eintopf“ bei dem man schon ein paar Stunden vor dem Kochen mit dem Einweichen der getrockneten Hülsenfrüchte starten muss.


Zutaten „Ruck-Zuck-Eintopf“ (2-4 Personen)

  • 100 g Brokkoli
  • 100 g Pilze
  • 300 g Bohnen aus der Dose (Sojabohnen, kleine weiße Bohnen, Wachtelbohnen)
  • 100 g Erbsen (Dose oder tiefgekühlt)
  • 150 g Erdäpfel
  • 1 Stangen Stangensellerie
  • 2 große Karotten
  • 50 g Dinkelschrot
  • ½ Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz + Pfeffer + Gewürze + Zitronenschale + 1 Schuss Essig
  • 2 EL Öl
  • 1 Stückchen Butter (1 EL), 1 EL Mehl (Mehlschwitze oder Einbrenn)
Spermidin-reiche Zutaten für unseren Eintopf

Zubereitung

Karotten und Erdäpfel schälen und in etwa einen ½ cm dicke Stücke schneiden. Brokkoli waschen und in Mundgerechte Stücke zerteilen. Pilze säubern und in Mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebel und Stangensellerie fein hacken. Sojabohnen, Wachtelbohnen, kleine weiße Bohnen aus der Dose im Sieb abspülen. Knoblauch hacken.

Zutaten Vorbereitung…und jetzt ab in den Topf

In einem großen Topf Öl Zwiebel, Sellerie und Pilze glasig dünsten. Knoblauch hinzufügen und kurz mit braten. Mit 1 Liter Brühe (Wasser mit Suppenwürze) ablöschen. Erdäpfel, Brokkoli, Karotten, Erbsen, Bohnen und Dinkelschrot hinzufügen. Mit 1 Lorbeerblatt, Salz, Pfeffer und Gewürzen (z.B. bisschen Majoran, Petersiel, Rosmarin, Thymian, Liebstöckel würzen und 20 Minuten köcheln lassen. Mit einem Schuss Essig und Zitronenschalenabrieb abschmecken.

Für die Einbrenn (Mehlschwitze) 1 EL Butter in einem Topf schmelzen, 1 EL Mehl hinzufügen und gut rühren bis es leicht Farbe bekommt. Dann (unter Rühren!) mit Brühe ablöschen so das keine Klümpchen entstehen. Sollte dies doch passieren, vor dem Hinzufügen zum Eintopf durch ein Sieb streichen. Den Eintopf mit dem Einbrenn unter gutem Rühren nochmal aufkochen lassen. Fertig.

Dazu passt hervorragend eine Scheibe Vollkornbrot (mit Cheddar).

…und natürlich passen in den Eintopf Würstchen jeglicher Art.


Zutaten „Slow-Food Eintopf“ (3-5 Personen)

  • 100 g Brokkoli
  • 100 g Pilze
  • 300 g getrocknete Bohnen (Sojabohnen, kleine weiße Bohnen, Wachtelbohnen)
  • 100 g Erbsen (frisch oder tiefgekühlt)
  • 150 g Erdäpfel
  • 1 Stangen Stangensellerie
  • 2 große Karotten
  • ½ Lauch
  • ½ Fenchel
  • 50 g Dinkelschrot
  • 100 g Dinkelkörner
  • ½ Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz + Pfeffer + Gewürze + Zitronenschale + 1 Schuss Essig
  • 2 EL Öl
  • 1 Stückchen Butter (1 EL), 1 EL Mehl (Mehlschwitze oder Einbrenn)

Zubereitung

Am Abend davor (oder am Morgen, wenn am Abend gekocht wird) die Bohnen und Dinkelkörner einweichen.

Karotten und Erdäpfel schälen und in etwa einen ½ cm dicke Stücke schneiden. Fenchel und Lauch waschen und auch in etwa einen ½ cm dicke Stücke schneiden. Brokkoli waschen und in Mundgerechte Stücke zerteilen. Pilze säubern und in Mundgerechte Stücke schneiden. Zwiebel und Stangensellerie fein hacken. Knoblauch hacken.

In einem großen Topf Öl Zwiebel, Sellerie und Pilze glasig dünsten. Knoblauch hinzufügen und kurz mit braten. Mit 1 Liter Brühe (Wasser mit Suppenwürze) ablöschen. Erdäpfel, Brokkoli, Karotten, Fenchel, Lauch, Erbsen, Bohnen, Dinkelkörner und Dinkelschrot hinzufügen. Mit 1 Lorbeerblatt, Salz, Pfeffer und Gewürzen (z.B. bisschen Majoran, Petersiel, Rosmarin, Thymian, Liebstöckel ect.) würzen und 1 Stunde köcheln lassen. Mit Zitronenschalenabrieb und einem Schuss Essig abschmecken.

Für die Einbrenn (Mehlschwitze) 1 EL Butter in einem Topf schmelzen, Mehl hinzufügen und gut rühren bis es leicht Farbe bekommt. Dann (unter Rühren!) mit Brühe ablöschen so das keine Klümpchen entstehen. Sollte dies doch passiert sein vor dem Hinzufügen zum Eintopf durch ein Sieb streichen. Den Eintopf mit dem Einbrenn unter gutem Rühren nochmal aufkochen lassen. Fertig.

Dazu passt hervorragend eine Scheibe Vollkornbrot (mit Cheddar).

…und natürlich passen in den Eintopf Würstchen jeglicher Art.

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Hartmut Falk sagt:

    Mir fällt auf, dass diese Produkte auch einen hohen Gehalt an Glutaminsäure enthalten.

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    1. Hallo, ja tatsächlich… viele Spermidin-reiche Lebensmittel enthalten viel Glutamat. Wo es hingegen umgekehrt Lebensmittel (z.b. Fleisch) mit hohem Glutamat Gehalt gibt, die kaum Spermidin haben. Auch mit Histamin gibt es diesen Zusammenhang, was es für Leute mit Histamin Unverträglichkeiten schwer macht, viel Spermidin zu sich zunehmen.
      Warum das so ist weiß ich leider nicht. Aminosäure Stoffwechsel und Polyamin sind auf jeden Fall auch verknüpft.

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  2. Ihr seid toll! Danke für diesen großartigen Bericht! Ich bin Ernährungsberaterin und beschäftige mich persönlich viel mit Autophagie. Eure Arbeit begeistert mich. Danke!

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